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Kandidatencheck Landrat | Sepp Hofer (FREIE WÄHLER)

Mann mit Anzug steht vor unscharfem Hintergrund und lächelt
Foto: Profilbild eines lächelnden Jungen mit braunen haaren, der ein grünes T-Shirt und eine blaue Jacke trägt.

9. Februar 2026

Artikel von: Flo

Kategorie: Heimat, Interview, Politik

Sepp Hofer (Freie Wähler)

Am 8. März wird neu über das Amt des Landrats im Landkreis Rosenheim abgestimmt. Auf den Stimmzetteln stehen die Namen von sechs Kandidaten und einer Kandidatin. Wir stellen sie euch im Kandidaten-Check vor und haben dazu allen dieselben Fragen gestellt.

Sepp Hofer ist seit 2008 Kreisrat des Landkreises Rosenheim und war zuletzt stellvertretender Landrat.

 

Sein Motto:
Sepp Hofer – für eine starke Zukunft junger Generationen! 

 

1) Bitte stellen Sie sich kurz vor: Wer sind Sie, wofür stehen Sie politisch und warum kandidieren Sie für das Amt des Landrats?

 

Ich bin Sepp (Hofer), im Landkreis verwurzelt und politisch pragmatisch. Mir geht es um Lösungen, die im Alltag funktionieren – nicht um Ideologie. Politik muss verständlich, fair und nah an den Menschen sein.

Als Landrat will ich dafür sorgen, dass junge Leute im Landkreis gute Chancen haben: bezahlbares Wohnen, verlässliche Mobilität, starke Schulen und echte Mitbestimmung – auch für die jüngere Generation.
Unser Landkreis soll ein Ort sein, an dem man gern lebt – auch in Zukunft.

 

2) In vielen Gemeinden fährt nur selten ein Bus, in einigen Ortsteilen nur der Schulbus. Wie wollen Sie den ÖPNV im Landkreis ausbauen und im Rahmen der Verkehrswende attraktiver machen?

 

ÖPNV muss planbar und einfach sein. Ich setze auf dichtere Takte, bessere Anbindungen am Abend und am Wochenende sowie flexible Angebote wie Rufbusse. Allerdings keine leeren Busse auf Kosten der Steuerzahler, sondern sinnvolle Verbindungen für die Menschen im Landkreis.

Wichtig sind mir digitale Lösungen: eine App, ein Ticket, klare Infos.
Schule, Ausbildung, Freizeit – Mobilität darf kein Hindernis sein, auch ohne eigenes Auto.

 

3) 2024 waren viele Gemeinden von einem „Jahrhunderthochwasser“ betroffen. Welche konkreten Maßnahmen sollte der Landkreis ergreifen, um sich künftig besser vor Naturkatastrophen zu schützen?

 

Mein Motto lautet: Lieber vorbeugen als hinterher reparieren. Wir brauchen bessere Frühwarnsysteme, Rückhalteflächen, natürlichere Flüsse und klare Notfallpläne für jede Gemeinde. Der Landkreis soll die Kommunen dabei mit Geld und Technik unterstützen. Klimaanpassung ist nicht irgendwann wichtig – sie ist jetzt nötig.

 

4) Welche Schule haben Sie besucht? Wenn Sie heute noch einmal Schüler wären: Welche konkreten Veränderungen würden Sie sich für die Schulen im Landkreis wünschen?

 

Ich habe zuerst die Grundschule in Halfing besucht, dann die Mittelschule in Bad Endorf, später die Meisterschule in Landshut. Nach weiteren Jahren im Abendstudium habe ich den Praktischen Betriebswirt gemacht.

Schulen müssen vorbereiten – auf das echte Leben. Dazu gehören moderne Klassenzimmer, stabiles WLAN (das auch wirklich funktioniert;-) ) und mehr Praxis statt nur Theorie. Berufsorientierung soll zeigen, was nach der Schule möglich ist.
Schülerinnen und Schüler sollen mitreden dürfen. Bildung soll motivieren, neugierig machen und nicht ausbremsen.

 

5) Viele Vereine kämpfen mit Nachwuchsmangel, Sanierungsbedarf und fehlenden Mitteln. Hierzu gehören u.a. der BRK und die Johanniter, die Tafeln sowie Kulturpflegevereine. Wie möchten Sie diese als Landrat unterstützen, damit sie ihre Arbeiten fortsetzen können?

 

Vereine sind viel mehr als ein Hobby – sie sind Treffpunkt, Freundeskreis und Heimat. Ich weiß das aus eigener Erfahrung, auch aus meiner Zeit im Theater: Ohne Ehrenamt gäbe es keine Proben, keine Auftritte, kein Miteinander.

Genau deshalb muss Unterstützung einfacher werden. Weniger Anträge, weniger Formulare, schnellere Entscheidungen. Der Landkreis soll Vereine bei Sanierungen, Ausstattung und Nachwuchsgewinnung aktiv begleiten.
Ehrenamt muss Spaß machen und wertgeschätzt werden – besonders für junge Menschen, die ihre Freizeit investieren, damit Gemeinschaft lebt.

 

6) Die Mieten im Landkreis Rosenheim steigen, wie im kompletten Münchner Verdichtungsraum, stetig an. Wie und wo kann neuer Wohnraum entstehen, und wie stellen Sie sicher, dass auch Menschen mit geringem Einkommen (Auszubildende, Studenten, junge Familien usw.) bezahlbar wohnen können?

 

Neuer Wohnraum muss dort entstehen, wo Infrastruktur schon da ist: durch Nachverdichtung in Ortskernen, Aufstockung bestehender Gebäude und die Nutzung leerstehender Häuser. Der Landkreis soll Gemeinden aktiv dabei unterstützen, Flächen zu mobilisieren.

Wichtig ist gezielter sozialer und genossenschaftlicher Wohnungsbau mit festen Quoten für bezahlbare Wohnungen. Azubis, Studierende und junge Familien brauchen eigene Programme, zum Beispiel Azubi- und Studentenwohnen sowie vergünstigte Mietmodelle. Wohnen darf kein Luxus werden, sondern muss für alle möglich bleiben.

 

7) Weltweit existiert ein Artensterben von Insekten, wie werden Sie vor Ort investieren, um die Insekten und Tiere zu schützen?

 

Naturschutz beginnt vor der Haustür.

Mehr Blühflächen, weniger Beton, mehr Zusammenarbeit mit Landwirten. So schützen wir Artenvielfalt – sichtbar, wirksam und dauerhaft.

 

8) Nicht kommerzielle „Third Places“ wie Jugendtreffs oder öffentliche Sportplätze sind wichtig für die Begegnung (nicht nur) junger Menschen und um Einsamkeit entgegenzuwirken. Sind Sie dafür, solche Angebote auszubauen?

 

Ja – unbedingt! Orte zum Treffen, Sport machen und Chillen sind extrem wichtig.

Junge Menschen sollen diese Orte mitgestalten. Jugendtreffs, öffentliche Sportplätze oder offene Begegnungsräume geben jungen Menschen Platz zum Treffen, Austauschen und Abschalten – ganz ohne Konsumzwang. Sie stärken Gemeinschaft und helfen, Einsamkeit vorzubeugen.

Der Landkreis soll Gemeinden beim Ausbau und bei der Finanzierung unterstützen und junge Menschen früh einbinden. Wer diese Orte nutzt, weiß am besten, was dort gebraucht wird.

 

9) Viele Kommunen sind finanziell stark belastet und können ihre Aufgaben zum Teil nicht mehr erledigen. Wo würden Sie im Haushalt des Landkreises konkret sparen und in welche Bereiche würden Sie trotz knapper Mittel gezielt investieren?

 

Weniger Bürokratie, mehr Wirkung. Verwaltung schlanker und digitaler aufstellen, Doppelstrukturen abbauen.

Die frei werdenden Mittel gezielt in Bildung, Mobilität, Klimaanpassung und Ehrenamt investieren. Entscheidungen klar begründen, Ausgaben offenlegen.
Jeder Euro soll dort ankommen, wo er den Alltag wirklich verbessert.

 

10) Es gibt mehrere Bewerber für das Amt des Landrats für den Landkreis Rosenheim – was schätzen Sie an einem der anderen Kandidaten?

 

Respekt für alle, die Verantwortung übernehmen wollen.

Unterschiedliche Ideen gehören zur Demokratie – am Ende zählt, was den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Kommunen im Landkreis wirklich hilft.

 

Wir danken allen Kandidatinnen und Kandidaten für ihre Teilnahme an unserem Kandidatencheck. Die Antworten der weiteren Kandidaten und der Kandidatin findest du in den einzelnen Beiträgen hier bei aROund!

 

Hast du Fragen, wie: Wer außer dem Landrat wird bei dieser Wahl auch noch gewählt?
Wann kommt es zur Stichwahl? Wie fülle ich die Stimmzettel richtig aus?

Alle wichtigen Infos rund um die Kommunalwahl in Bayern findet du im aROund Life Hack Kommunalwahl Bayern!

 

Und für alle, die noch unter 18 Jahren alt sind, empfehlen wir die U-18-Wahl!

 

Der Kandidaten-Check Landrat im Landkreis Rosenheim:

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