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Kandidatencheck Landrat | Helmut Freund (Bayernpartei)

Foto: Profilbild eines lächelnden Jungen mit braunen haaren, der ein grünes T-Shirt und eine blaue Jacke trägt.

9. Februar 2026

Artikel von: Flo

Kategorie: Heimat, Interview, Politik

Helmut Freund (Bayernpartei)

Am 8. März wird neu über das Amt des Landrats im Landkreis Rosenheim abgestimmt. Auf den Stimmzetteln stehen die Namen von sechs Kandidaten und einer Kandidatin. Wir stellen sie euch im Kandidaten-Check vor und haben dazu allen dieselben Fragen gestellt.

Helmut Freund ist seit 2020 Kreisrat des Landkreises Rosenheim. 

 

Sein Motto:
Helmut Freund – für mehr als Verwaltung: Zukunft gestalten!

 

1) Bitte stellen Sie sich kurz vor: Wer sind Sie, wofür stehen Sie politisch und warum kandidieren Sie für das Amt des Landrats?

 

Mein Name ist Helmut Freund, ich bin 35 Jahre alt, aus Frasdorf und Landratskandidat der BAYERNPARTEI für den Landkreis Rosenheim.

Politisch stehe ich für eine liberale, sozial gerechte, kritische und aufrichtige Politik. Als Kreisrat sowie Aufsichtsrat der RoMed-Kliniken und der Wohnungsbaugesellschaft des Landkreises übernehme ich bereits heute Verantwortung. Beruflich arbeite ich als Technischer Leiter in der Bauberatung.
Ehrenamt ist für mich Herzenssache: Als Trachtenvorstand und Mitglied vieler Vereine weiß ich, wie wichtig Zusammenhalt vor Ort ist.

Ich kandidiere, weil ein Landrat nicht nur verwalten darf: Er muss gestalten, Verantwortung übernehmen und die Interessen der der Menschen im Landkreis konsequent vertreten.

 

2) In vielen Gemeinden fährt nur selten ein Bus, in einigen Ortsteilen nur der Schulbus. Wie wollen Sie den ÖPNV im Landkreis ausbauen und im Rahmen der Verkehrswende attraktiver machen?

 

Der ÖPNV im Landkreis Rosenheim muss ausgebaut werden – aber sinnvoll und bedarfsgerecht. Ein starrer Busfahrplan über den gesamten Landkreis hilft wenig, wenn Busse leer unterwegs sind.

Deshalb setze ich auf ein flexibles System:
In Städten und größeren Gemeinden braucht es verlässliche Bus- und Bahnangebote mit guten Taktungen.
Im ländlichen Raum sind ergänzend Rufbusse, On-Demand-Angebote und Bürgerbusse die bessere Lösung.

Ziel ist eine intelligente Verknüpfung aller Verkehrsmittel, damit auch ohne eigenes Auto Mobilität möglich ist. Eine Verkehrswende gelingt nur, wenn Angebote alltagstauglich, bezahlbar und tatsächlich nutzbar sind.

 

3) 2024 waren viele Gemeinden von einem „Jahrhunderthochwasser“ betroffen. Welche konkreten Maßnahmen sollte der Landkreis ergreifen, um sich künftig besser vor Naturkatastrophen zu schützen?

 

Die Hochwasserereignisse 2024 haben gezeigt, wie wichtig ein starker Katastrophenschutz ist. Der Landkreis muss Prävention, Vorbereitung und schnelle Hilfe weiter ausbauen. Dazu gehören Investitionen in Feuerwehr, Rettungsdienste, THW und moderne Warnsysteme.
Bestehende Maßnahmen wie der Hagelflieger-Einsatz im Landkreis Rosenheim zeigen, dass vorbeugender Schutz möglich ist und konsequent weiterentwickelt werden sollte.

Ebenso wichtig sind angepasste Hochwasserschutzkonzepte, bessere Abstimmung zwischen Städten und Gemeinden und eine funktionierende Krisenkommunikation. Ziel ist es, Menschen, Infrastruktur und unsere Heimat bestmöglich zu schützen – bevor Schaden entsteht.

 

4) Welche Schule haben Sie besucht? Wenn Sie heute noch einmal Schüler wären: Welche konkreten Veränderungen würden Sie sich für die Schulen im Landkreis wünschen?

 

Ich habe die Grundschule in Wildenwart (Gem. Frasdorf) besucht, anschließend bin ich auf die Franziska-Hager-Schule gewechselt. Dort habe ich die Mittlere Reife abgeschlossen.

Ich würde mir wünschen, dass Schulen unterschiedliche Begabungen stärker fördern. Praktisch veranlagte Schülerinnen und Schüler sollen genauso unterstützt werden wie zukünftige Akademiker.
Berufliche, praxisnahe und akademische Bildungswege müssen gleichwertig anerkannt werden.

Schulen sollten junge Menschen besser auf Ausbildung, Studium und Beruf vorbereiten und ihnen bestmögliche Perspektiven im Landkreis Rosenheim eröffnen. Unser Landkreis braucht Fachkräfte im Handwerk, in der Industrie, im sozialen Bereich und in der Verwaltung – auf allen Ebenen.

 

5) Viele Vereine kämpfen mit Nachwuchsmangel, Sanierungsbedarf und fehlenden Mitteln. Hierzu gehören u.a. der BRK und die Johanniter, die Tafeln sowie Kulturpflegevereine. Wie möchten Sie diese als Landrat unterstützen, damit sie ihre Arbeiten fortsetzen können?

 

Vereine und ehrenamtliche Organisationen sind das Rückgrat unseres Landkreises. Als Trachtenvorstand weiß ich aus eigener Erfahrung, wie viel Zeit, Verantwortung und Engagement Ehrenamt bedeutet.
Dazu gehören Sport-, Kultur- und Brauchtumsvereine ebenso wie Feuerwehr, BRK, Johanniter und die Tafeln. Damit diese ihre wichtige Arbeit fortsetzen können, braucht es verlässliche Unterstützung.

Als Landrat setze ich mich für weniger Bürokratie, bessere Förderstrukturen sowie Investitionen in Gebäude, Ausrüstung und Ausbildung ein. Ehrenamt braucht Anerkennung, Planungssicherheit und starke kommunale Partner, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu sichern.

 

6) Die Mieten im Landkreis Rosenheim steigen, wie im kompletten Münchner Verdichtungsraum, stetig an. Wie und wo kann neuer Wohnraum entstehen, und wie stellen Sie sicher, dass auch Menschen mit geringem Einkommen (Auszubildende, Studenten, junge Familien usw.) bezahlbar wohnen können?

 

Die steigenden Mieten, auch im Landkreis Rosenheim sind eine große Herausforderung, besonders für junge Familien, Auszubildende, Studierende und Menschen mit geringem Einkommen. Neuer Wohnraum sollte vor allem dort entstehen, wo bereits gebaut ist: durch Nachverdichtung, Aufstockungen, Umnutzung von Leerständen und die bessere Nutzung vorhandener Bauflächen. Neue Flächen dürfen nur maßvoll ausgewiesen werden, um unsere Landschaft zu schützen.

Als Landrat setze ich mich für bezahlbaren Wohnraum ein, etwa durch kommunalen und genossenschaftlichen Wohnungsbau sowie faire Vergabekriterien. Ziel ist, dass Menschen, die hier leben, lernen und arbeiten, sich Wohnen im Landkreis leisten können.

 

7) Weltweit existiert ein Artensterben von Insekten, wie werden Sie vor Ort investieren, um die Insekten und Tiere zu schützen?

 

Der Schutz von Insekten und Tieren beginnt vor Ort. Als Landrat will ich Maßnahmen fördern, die konkret wirken: Blühflächen, artenreiche Wiesen, naturnahe Gestaltung von öffentlichen Flächen und weniger Versiegelung.

Wichtig ist mir die Zusammenarbeit mit Städten und Gemeinden, Landwirten, Vereinen und Grundstückseigentümern. Landwirtschaft, Naturschutz und Klimaschutz dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden.
Regionale, praktikable Lösungen sichern Artenvielfalt und erhalten gleichzeitig unsere Kulturlandschaft.

Ziel ist ein Insektenschutz, der im Alltag funktioniert und von den Menschen im Landkreis mitgetragen wird.

 

8) Nicht kommerzielle „Third Places“ wie Jugendtreffs oder öffentliche Sportplätze sind wichtig für die Begegnung (nicht nur) junger Menschen und um Einsamkeit entgegenzuwirken. Sind Sie dafür, solche Angebote auszubauen?

 

Ja, solche Orte sind sehr wichtig. Jugendtreffs, öffentliche Sportplätze und andere Begegnungsräume fördern Gemeinschaft und wirken Einsamkeit entgegen. Sie geben Menschen aller Generationen Raum, sich zu treffen, aktiv zu sein und Verantwortung zu übernehmen.

Als Landrat will ich Städte und Gemeinden dabei unterstützen, bestehende Angebote zu erhalten und neue, offene und leicht zugängliche Treffpunkte zu schaffen – gemeinsam mit Vereinen, Ehrenamtlichen und den Bürgerinnen und Bürgern selbst.
Entscheidend ist, dass diese Orte gut erreichbar sind und sich an den tatsächlichen Bedürfnissen der Menschen orientieren.

 

9) Viele Kommunen sind finanziell stark belastet und können ihre Aufgaben zum Teil nicht mehr erledigen. Wo würden Sie im Haushalt des Landkreises konkret sparen und in welche Bereiche würden Sie trotz knapper Mittel gezielt investieren?

 

Viele Kommunen geraten finanziell unter Druck, weil sie immer mehr Pflichtaufgaben erfüllen müssen, ohne dafür ausreichend Mittel von Land und Bund zu erhalten. Reines Sparen löst dieses Problem nicht. Wichtig ist, dass Aufgaben und Finanzierung wieder zusammenpassen.

Als Landrat will ich darauf drängen, dass der Landkreis und seine Gemeinden fair ausgestattet werden, damit sie ihre Pflichtaufgaben erfüllen können.

Gespart werden sollte bei unnötiger Bürokratie und ineffizienten Strukturen. Gezielt investieren müssen wir trotz knapper Mittel in Bildung, soziale Angebote, Ehrenamt und Infrastruktur, weil sie den Zusammenhalt vor Ort sichern.

 

10) Es gibt mehrere Bewerber für das Amt des Landrats für den Landkreis Rosenheim – was schätzen Sie an einem der anderen Kandidaten?

 

Ich schätze alle meine Mitbewerber dafür, dass sie bereit sind, Verantwortung für unseren Landkreis zu übernehmen. Unterschiedliche Sichtweisen gehören zur Demokratie dazu.

Entscheidend ist nicht, wer kandidiert, sondern welche Ideen am Ende den Menschen im Landkreis wirklich helfen.

 

Wir danken allen Kandidatinnen und Kandidaten für ihre Teilnahme an unserem Kandidatencheck. Die Antworten der weiteren Kandidaten und der Kandidatin findest du in den einzelnen Beiträgen hier bei aROund!

 

Hast du Fragen, wie: Wer außer dem Landrat wird bei dieser Wahl auch noch gewählt?
Wann kommt es zur Stichwahl? Wie fülle ich die Stimmzettel richtig aus?

Alle wichtigen Infos rund um die Kommunalwahl in Bayern findet du im aROund Life Hack Kommunalwahl Bayern!

 

Und für alle, die noch unter 18 Jahren alt sind, empfehlen wir die U-18-Wahl!

 

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