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Nikotin

Foto: Ein Regal aus einem Shop für Rauchwaren, voll mit Tabakbeuteln, E-Zigarretten und Vapes

Foto: Anne

Tabak tötet Menschen. In Deutschland sind es pro Jahr über 100.000, die an den Folgen ihres Tabak-Konsum sterben. Vapes enthalten zwar oft keinen Tabak, aber dennoch Nikotin. Und das ist der Stoff, der süchtig macht. Vapes sind also nicht so harmlos wie man vielleicht denken könnte!

Auch wenn ein Vape vermeintlich harmlos nach Strawberry-Cheesecake schmeckt, wenn es Nikotin enthält, kann es dich sehr schnell süchtig machen und zwar sowohl körperlich als auch psychisch! Wer dagegen weder raucht noch dampft, hat klare Vorteile: man ist fitter, atmet freier, lebt gesünder, sieht besser aus und kann besser riechen und schmecken. 

In diesem LIFE HACK haben wir wichtige Infos für dich zusammengestellt.

Was ist erlaubt - was ist verboten?

Unter 18 Jahren darf man in Deutschland keine nikotinhaltigen Produkte erwerben oder konsumieren. Das gilt nicht nur für Zigaretten und Tabak, sondern sogar für nikotin-freie E-Liquids in Vapes und Shishas.
So steht es im Jugendschutzgesetz.

Wer nikotinhaltige Produkte an Minderjährige verkauft oder auch nur weitergibt, macht sich strafbar!

Der Verkauf von oralen Beuteln wie Snus und Pouches ist in Deutschland generell verboten, ihr Konsum für Volljährige allerdings nicht.

Nikotin Produkte

Klassische Zigaretten – mit oder ohne Filter – enthalten neben den getrockneten Blättern der Tabak-Pflanze viele schädliche chemische Substanzen wie Teer, Blausäure, Kohlenmonoxid, Ammoniak, Benzol, Formaldehyd, Stickstoff und Arsen. Das Nervengift Nikotin gelangt durch das Verbrennen der Tabak-Mischung über die Mundschleimhäute und Atemwege in den Blutkreislauf und somit innerhalb von Sekunden ins Gehirn.

Es gibt auch Tabak-Erhitzer bzw. -Verdampfer. Hier wird der Tabak nicht verbrannt. Beim Erhitzen entsteht ein nikotinhaltiges Aerosol, das inhaliert wird.

Nochmal anders funktionieren E-Zigaretten, die oft Vapes genannt werden. Sie verdampfen keinen Tabak, sondern ein Liquid, das aber meist nicht nur Aromastoffe, sondern auch Nikotin enthält.
Vapes kann man ein- und ausschalten und mehrere Tage nutzen. Ein Vape steht ungefähr für 50 Zigaretten. Es gibt Vapes sowohl als Mehrweg- als auch als Wergwerf-Produkt.

Mit Shishas wird aromatisierter Tabak geraucht oder Öle auf Shiazo Steinen verdampft. Der Tabak ist teils noch schädlicher als der in Zigaretten. Auch die Shiazo-Aersole gefährden die Gesundheit, wenn man zum Beispiel Kohlenmonoxid einatmet.
In Shishabars darf man bei uns unter 18 Jahren normerlweise gar nicht rein.

Snus sind kleine Beutel mit Tabak, die man sich zwischen die Lippe und das Zahnfleisch klemmt. Darin enthaltene Salze sorgen dafür, dass das Nikotin schnell in den Körper gelangt. Man erwischt leicht eine zu hohe Dosis davon, so dass einem schlecht wird.

Pouches oder (Nic-)Pods sind tabakfrei, enthalten aber auch Nikotin!

Wirkung & Gefahren

Nikotin macht süchtig und je früher man mit dem Konsum beginnt, desto leichter wird man abhängig.

Nikotin wird durch die Mundschleimhaut direkt aufgenommen und gelangt über den Blutkreislauf ins Gehirn, wo es sich auf die Dopaminausschüttung auswirkt. So werden Stress, Angst, Unsicherheit und Müdigkeit gefühlt abgemildert. Manche Menschen fühlen sich entspannter und konzentrierter.

Neben Dopamin werden im Gehirn auch Serotonin und Adrenalin ausgeschüttet und so das Belohnungszentrum aktiviert. Weil das Gehirn diesen Zustand immer wieder erreichen will, entsteht die Sucht.

 

Tabak-Konsum kann Krebs, Kreislauferkrankungen und Atemwegserkrankungen verursachen.

Weitere unangenehme Effekte sind: Die Zähne verfärben sich und die Fingernägel werden gelb. Außerdem fördert Rauchen die Faltenbildung im Gesicht sowie Impotenz und Unfruchtbarkeit.

Weil der Körper schlechter durchblutet wird, friert man auch schneller.
Man riecht und schmeckt weniger. Und man wird körperlich unfitter.

Übrigens ist auch Passivrauchen gefährlich und sogar Passiv-Vapen gilt als ungesund!

 

Vorsicht bei Verhütung:
Der gleichzeitige Konsum von Tabak und der Anti-Baby-Pille ist besonders gefährlich!
Durch eine Verengung der Blutgefäße können Thrombose, Herzinfarkt, Schlaganfall oder einer Lungenembolie gefährliche Folgen sein.

Rauchen in der Schwangerschaft schadet auch dem ungeborenen Kind!

Wenn Kleinkinder Zigarettenstummel oder Nikotinkaugummis verschlucken kann das zu Krampfanfällen und Atemstillstand führen und lebensgefährlich werden!

 

Sind Vapes gesünder?

Verdampfer (Vapes) werden von der Tabakindustrie als die harmlosere Alternative zum Rauchen vermarktet. Sie locken mit süßen Geschmacksrichtungen, verursachen nicht so ein Brennen in der Lunge und auch kaum Husten. Man hat gar nicht das Gefühl, etwas ungesundes zu konsumieren.

Tatsächlich enthält der Liquid-Dampf auch weniger Schadstoffe als der Rauch einer Zigarette.
Das heißt aber absolut nicht, dass Vapen unbedenklich ist!

Auch die Liquids bergen ein gesundheitliches Risiko: Der Dampf enthält verschiedene Stoffe, die zum Beispiel das Herzkreislaufsystem und die Lunge schädigen können. Auch ein höheres Krebsrisiko ist nicht ausgeschlossen. Es fehlen aber noch aussagekräftige Langzeitstudien.

 

Auf jeden Fall gilt auch bei Vapes: Nikotin macht süchtig und ist schlecht für die Gesundheit!

Es begünstigt Herzkreislauferkrankungen und erhöht das Risiko für einen Schlaganfall.

Bei Kindern und Jugendlichen kann Nikotin außerdem die Gehirnentwicklung stören.

Sehr gefährlich ist, wenn man Liquid verschluckt (wenn man es zum Beispiel selbst anmischt oder in Mehrweg-Verdampfer einfüllt). Hier besteht das Risiko einer lebensgefährlichen Vergiftung.

>> FAQs zu E-Zigaretten

Umweltschutz

E-Zigaretten sind schlecht für die Umwelt, denn sie machen richtig viel Müll!

Vapes sind kleine Elektrogeräte und gehören nicht in den Restmüll. Das zeigt auch das Symbol der durchgestrichenen Abfalltonne an, das auf Vapes oder deren Verpackung abgebildet sein muss.

 

Vapes enthalten fast immer Batterien oder Akkus, die wiederum schädliche Chemikalien beinhalten. Wenn möglich, sollten diese entfernt und extra entsorgt werden.

Wie Batterien kann man aber auch ganze Vapes kostenlos an Sammelstellen wie dem Wertstoffhof abgeben oder bei größeren Supermärkten.

Wie damit aufhören?

Von einer Nikotin-Sucht wegzukommen, ist nicht einfach, aber der Ausstieg ist jederzeit möglich!

Die ersten Tage sind manchmal hart, aber es wird schnell besser. Man riecht und schmeckt wieder mehr und kommt die Treppen leichter rauf. Sogar Husten kann ein gutes Zeichen sein, weil sich die Lunge reinigt.

Nach etwa 2 Wochen ist die körperliche Sucht besiegt. Am besten macht man dann auch keine Ausnahmen mehr. Auch nicht, wenn man sich durch Gruppenzwang dazu gedrängt fühlt.

Am besten ruft man sich immer wieder die positiven Folgen in Erinnerung, wenn man nicht raucht oder dampft:
wieviel Geld man gerade spart, dass man fitter ist oder schöner aussieht.

Es gibt auch gute Strategien, um sich abzulenken, auf andere Art und Weise zu entspannen oder zu konzentrieren.

Hilfreiche Tipps bekommst du bei Beratungsstellen wie neon Rosenheim oder über die Initiative „rauchfrei!“ des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit. (Links siehe unten)

Nichtraucher-Schutz

In Bayern regelt ein Gesetz zum Schutz der Gesundheit, wo das Rauchen von Tabak verboten ist, zum Beispiel im ÖPNV, in öffentlichen Gebäuden, Schulen, Gaststätten und Sportstätten. Für Vapes soll das bald genauso gelten.

Wenn du dir Gedanken machst, ob dein Umgang mit Nikotin gefährlich ist oder ob Freunde von dir ein Sucht-Problem haben, dann kontaktiere eine Beratungsstelle! Dort wird dir kostenlos und anonym weitergeholfen.

 

Infos & Kontakt

 

Unterstützung hier bei uns vor Ort findest du zum Beispiel bei neon Prävention und Suchthilfe Rosenheim oder bei der Koordinationsstelle für Suchtprävention, Medienkompetenz und Gesundheitsförderung der Diakonie Rosenheim.

Auf der Webseite von Mindzone klärt die Diakonie über Substanzen und Partydrogen auf.

 

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